Revitalisierung der Industriebrache des ehemaligen Porzellanwerkes in Freiberg

SAXONIA ist Eigentümer der Industriebrache des ehemaligen Porzellanwerkes an der Himmelfahrtsgasse 8 in Freiberg. Die Grundstücksfläche beträgt 3,5 ha. Davon sind in etwa 1,1 ha bebaut.

Das Hauptgebäude wurde in den Jahren 1921 bis 1922 durch den Architekten Werner Retzlaff zu seinem heutigen Erscheinungsbild umgebaut. Dabei wurde der Vorgängerbau der ehemaligen Zentralwäsche vollständig überprägt. Das mehrgeschossige Bauwerk weist eine vertikal gegliederte Fassade sowie einen dominierenden Treppenturm auf. Das Gebäude ist im Denkmalverzeichnis des Landesamtes für Denkmalpflege in Sachsen als Technisches Denkmal erfasst.

Zur Zeit des Umbaus durch Retzlaff entstand des Weiteren der nordwestliche Anbau, eine eingeschossige, zweischiffige Fabrikhalle, an welcher sich auch eine Verladerampe befand. Später kamen weitere Gebäude hinzu, u.a. die Tunnelofenhalle und der Zwischenbau.

Mit Stilllegung der Porzellanproduktion Mitte der 90er Jahre fiel die Immobilie brach. Der Zustand der meisten Gebäude verschlechterte sich zusehends aufgrund von unterlassenen Instandhaltungsmaßnahmen. Eine Nachnutzung im Ist-Zustand ist kaum möglich. Im ersten Quartal 2015 ist daher zunächst der Abbruch nicht mehr nachnutzbarer Gebäudesubstanz geplant.

 
Abbruchbereich Porzellanwerk
 
Produktionshalle Porzellanwerk
 

Maßnahmen

  • Sicherung der denkmalgeschützten Gebäudesubstanz (2012)
  • Nachnutzungskonzeption (Bachelorarbeit 2012)
  • Variantenuntersuchung Tunnelofenhalle (2014)
  • Sanierungskonzept Altbau (Diplomarbeit 2014)
  • Fördermittelantragstellung EFRE "Revitalisierung von Industriebrachen" (2014)
  • Abbruchplanung (2014)
  • Ausschreibung und Vergabe der Bauleistung (2014)
  • Abbruch der nicht mehr nachnutzbaren Gebäudesubstanz (2015-16)